Die Holzfigur der Schweizer Feministin Iris von Roten wurde am Sonntag, 2. April, im Botanischen Garten in Basel enthüllt.

Wäre sie noch am Leben, hätte sie am 2. April ihren 100. Geburtstag gefeiert. Der Botanische Garten in Basel zählte zu ihren Lieblingsorten, weshalb er auch zur Enthüllung ihrer Holzskulptur gewählt wurde.

Die in Basel geborene Journalistin und Juristin war eine der wichtigsten Schweizer Feministinnen in den Vierziger- und Fünfzigerjahren. In ihrem 1958 erschienenen Werk Frauen im Laufgitter analysierte sie die Lage der Frauen in der Schweiz. Sie forderte entschieden die Gleichstellung von Mann und Frau in allen Bereichen. Sei es beruflich, politisch oder auch in sexueller Hinsicht. Dabei stiessen ihre Forderungen auch bei vielen Frauen auf Ablehnung.

Als die Abstimmung über das Frauenstimmrecht 1959 mit deutlichen 66,9 Prozent Gegenstimmen scheiterte, wurde von Roten für die Niederlage mitverantwortlich gemacht. Sie zog sich daraufhin für längere Zeit aus der Gleichstellungsdiskussion zurück.

Diese besondere und mutige Frau ist auch heute noch ein Vorbild für die Frauenbewegungen.

Die Holzfigur von Iris von Roten wurde aus einer Basler Robinie gefertigt, die bereits zu von Rotens Lebenszeiten in der Stadt stand.