Privatwald

Gut ein Viertel der Schweizer Waldfläche ist im Besitz von Privaten. Dabei handelt es sich meist um Privatpersonen, teils aber auch um private Organisationen. Landesweit wird mit rund 244'000 privaten Waldeigentümern gerechnet. Der durchschnittliche Besitz beträgt lediglich 1,5 ha Wald, dies entspricht einer Fläche von ca. zwei Fussballfeldern. 

Der Anteil an privaten Waldbesitzern schwankt regional sehr stark und liegt je nach Kanton im Bereich von 10% bis knapp 80%. Kantone mit hohen Privatwaldanteilen sind beispielsweise die beiden Appenzell, Luzern oder auch Thurgau.

Gemäss einer Studie des Bundesamts für Umwelt (BAFU) aus dem Jahr 2005 lassen sich die Privatwaldeigentümer der Schweiz wie folgt charakterisieren:

  • Mehr als die Hälfte besitzen weniger als eine Hektare Wald.
  • Viele wohnen nahe beim eigenen Wald.
  • Viele bewirtschaften den Wald selber und nutzen das Holz zum Eigenbedarf.
  • (Noch) viele haben einen Bezug zur Landwirtschaft, sind aber keine Landwirte (mehr).
  • Die meisten Privatwaldeigentümer sind Männer.
  • Viele sind im Pensionsalter (hohes Durchschnittsalter).

Das Waldeigentum weist folgende Merkmale auf:

  • Alleineigentum kommt am häufigsten vor.
  • Privatwald wird zu ähnlichen Teilen vererbt wie verkauft.