Bedrohungen

Externe Einflüsse wie fremdländische Pflanzen oder Tiere, aber auch Düngeeinträge aus der Landwirtschaft machen dem Schweizer Wald zu schaffen. Für Forstbetriebe und Waldeigentümer bedeutet dies Zusatzkosten, die sie nicht verursacht haben und meist nicht beeinflussen können.

Der Schweizer Wald ist grundsätzlich ein gesundes und stabiles Ökosystem, doch es kann von folgenden Faktoren teils stark beeinflusst werden:

  • fremdländische Pflanzen (Neophyten)
  • fremdländische Tiere (Neozoen)
  • Forstschädlinge
  • Dünge-/Stickstoffeinträge
  • Waldbrände, Stürme, Trockenheiten

Waldeigentümer in der Klemme

Verhältnismässig viele externe Einflüsse beeinträchtigen den Lebensraum Wald. Anders als in anderen Landschaftssektoren sind die Handlungsmöglichkeiten für die Waldbewirtschafter eng begrenzt.

So ist beispielsweise das Ausbringen von Insektiziden, Pestiziden oder Fungiziden im Wald verboten. Deshalb sind zur Bekämpfung von diversen Neophyten oder auch Schädlingen meist nur mechanische Methoden wie Mähen, Ausreissen oder Fällen zulässig. Oftmals sind diese Massnahmen aber sehr aufwändig und leider meist auch wenig wirkungsvoll.

Gegen die aus der Atmosphäre eingetragenen Stickstoffmengen kann der Waldeigentümer rein gar nichts machen. Ebenso wenig gegen starke Sturmereignisse oder lang anhaltende Trockenperioden. Diese treten aufgrund der Klimaveränderungen immer häufiger und in extremeren Ausprägungen auf.

Einzig eine regelmässige Bewirtschaftung und Pflege kann helfen, den Wald jung und vital zu halten, sodass er möglichst stabil gegenüber externen Einflüssen dasteht. Konkrete Massnahmen zur Prävention, Eindämmung und Eliminierung der externen Einflüsse sind allerdings unumgänglich und müssen von der Gesellschaft als Ganzes mitgetragen werden.