CO2-Speicher

Kohlenstoff ist einer der Hauptbestandteile von Holz und in Form von CO2 (Kohlenstoffdioxid) ein Element, das entscheidend zur Klimaveränderung beiträgt. Wälder können CO2 aufnehmen und den Kohlenstoff in Form von Holz speichern. Sie spielen daher eine wichtige Rolle in der Klimapolitik.

Wald und Kohlenstoff

Das Ökosystem Wald ist ein enormer CO2-Speicher; langfristig gesehen aber weder eine CO2-Senke noch eine -Quelle. Wald setzt über verschiedene Prozesse (Holzvermoderung, Waldbrände etc.) immer so viel Kohlenstoff frei, wie in den vorangegangenen Jahren bzw. Jahrzehnten/Jahrhunderten durch die sogenannte Photosynthese im Holz der Bäume (und im Boden) gespeichert worden ist.

Ob ein Wald eine Quelle oder Senke ist, hängt vom Betrachtungszeitpunkt bzw. -horizont ab: In den Monaten nach dem Sturm Lothar war der Schweizer Wald eine erhebliche CO2-Quelle; in den darauffolgenden Jahren führte der Vorratsaufbau auf den Sturmflächen dazu, dass der Wald zur CO2-Senke wurde. Eine effektive Erhöhung der CO2-Speicherleistung des Waldes könnte nur über einen langfristigen Vorratsaufbau je Hektare oder eine Waldflächenzunahme erfolgen. Beide Entwicklungen werden in der Schweiz weder von der Branche noch von der Politik angestrebt (Stichwort Überalterung der Wälder bzw. Vergandung der Alpweiden).


CO2-relevante Leistungen Wald und Holz

  • CO2-Speicherung im Wald (Vegetation und Boden)
  • CO2-Speicherung in der «Zivilisation» (Holz in Gebäuden etc.)
  • Substitution von fossilen Energieträgern (Holz statt Erdöl, Erdgas etc.)
  • Substitution von CO2-intensiven Werkstoffen → Einsparung grauer Energie (z.B. Herstellung Stahl/Beton; lange Transportwege)

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