Aargauer Waldinitiantive abgelehnt

Fast 65 Prozent der Aargauer Stimmbürgerinnen und Stimmbürger haben ein Nein in die Urne gelegt und die Initiative «JA für euse Wald» abgelehnt. Das Initiativkomitee ist enttäuscht. «Der Wald hat verloren», sagte WaldAargau-Präsidentin und Mitinitiantin Vreni Friker nach Bekanntgabe des Resultats gegenüber der Aargauer Zeitung.

Initiativkomitee «JA! für euse Wald» Foto:WaldAargau

Der Kanton Aargau sollte jährlich 25 Franken pro Einwohner für den Wald zahlen, so die Forderung der Waldinitiative. Das Volk sagte grossmehrheitlich Nein. Grund dafür waren wohl vor allem finanzielle Argumente: Jährlich elf Millionen Franken mehr auszugeben, war den Gegnern zuviel. Heute bezahlt der Kanton rund 5 Millionen Franken an die Waldbesitzer – künftig hätten es 16 Millionen sein sollen pro Jahr. Ausserdem argumentierten die Gegener, die Abgeltung von Waldleistungen zu Gunsten der Öffentlichkeit sei Sache der Gemeinden und nicht des Kantons.

Trotz Niederlage hatte die Debatte für die Initianten ihr Gutes: Die Aargauer Regierung und der Grosse Rat haben einige Tage vor dem Abstimmungstermin jährlich zwei Millionen Franken zur Abgeltung hoheitlicher Leistungen im Wald gesprochen. Diese Anpassung des Walddekrets tritt per 1. Januar 2019 in Kraft. Und – der Wald war über Wochen in aller Munde.

«Jetzt müssen die Gemeinden in die Hosen.» Das sagen die Aargauer Waldeigentümer.