Ostschweizer Nadelrundholz Strategie

Die Ostschweizer Waldwirtschaftsverbände in Verbindung mit der Holzmarktkommission Ost (Waldseite) trafen sich am 22. November zu einer Situationsanalyse und Ausarbeitung einer gemeinsamen Nadelrundholz-Strategie bis Herbst 2019. Mit im Boot sind die Verbände der Kantone Zürich, Aargau, Thurgau, Schaffhausen, St.Gallen-Liechtenstein und Appenzell AR-AI. Sie fordern von den Kantonen, auch bei schwierigem Absatz, die Weiterführung der sauberen Waldbewirtschaftung im Jahr 2019.

Ein resignieren und stehen lassen der vom Borkenkäfer befallen Fichten würde ein hoher finanzieller und nicht abschätzbarer Schaden an den noch intakten Beständen nach sich ziehen. Wo Forstschutzmassnahmen Sinn machen und der Käferbekämpfung dienen, sind diese konsequent weiterzuführen.

Da es sich um ein überregionales Problem handelt erwarten die Verbände, dass die Forstschutzstrategien in allen Kantonen in der Ostschweiz im gleichen Sinn umgesetzt werden. Für die Bekämpfung des Borkenkäfers werden Beitragszahlungen und Unterstützung durch die öffentliche Hand gefordert. Das anfallende Holz wird absetzbar sein, dafür wird es aber etwas Zeit benötigen. Es wird versucht den Frischholzeinschlag in dieser Saison möglichst tief zu halten, um die Lagerbestände der Holzindustrie auf ein normales Niveau zu senken.

Durch die starke Reduktion des Frischholzeinschlages werden die Forstbetriebe ihre Auftragsbücher nicht mehr füllen können. Dadurch entstehen für einzelne Betriebe erhebliche finanzielle Verluste. Um diese Verluste auffangen zu können, sollen die notwendigen Schritte für die Einführung von Kurzarbeit geprüft werden.

Ab sofort werden in einem zwei Monats Rhythmus die ostschweizer Revierförster angeschrieben und aktuelle Zahlen zu den Käferholz, Frischholz, bzw. zur Lagermenge erhoben. Die Auswertung dient zur Mengensteuerung und Gestaltung einer realen Kommunikation. Ziel der gemeinsamen Kommunikation ist; die Nadelholz Lagerbestände über die ganze Ostschweiz zu senken, damit die Sägewerke ab Juni 2019 wieder aufnahmefähig sind für anfallendes Käfer- und Frischholz. Nur so können die zu erwartenden finanziellen Verluste der Waldeigentümer im Rahmen gehalten werden.