«Ein Holzkraftwerk in Mühleberg (BE) wäre ineffizient»

Der Berner Regierungsrat betrachtet das Gelände des Kernkraftwerks Mühleberg (BE) als Standort für die Verstromung von Holz als wenig geeignet.

Holzenergie könnte am Standort Mühleberg nicht richtig genutzt werden. Foto WaldSchweiz

Der Regierungsrat des Kantons Bern beantragt dem Parlament die Ablehnung der Motion (2019.RRGR.357) des Brienzwiler SVP-Abgeordneten Ueli Abplanalp, die er zusammen mit zwei weiteren Unterzeichnenden im November 2019 eingereicht hatte. Die Motionäre fordern darin, den Bau eines Holzkraftwerks auf dem Gelände des Kernkraftwerks Mühleberg, das stillgelegt wird, zu prüfen.

«Das Areal des Kernkraftwerks Mühleberg ist aufgrund seiner geographischen Lage und der fehlenden Wärmeabnehmer für andere Nutzungsarten besser geeignet als für die Verstromung von Holz. Durch die Nähe zum bestehenden Wasserkraftwerk denken wir beispielsweise an Anlagen im Bereich Energieumwandlung und Energiespeicherung», schreibt der Regierungsrat in seiner Antwort und beantragt, die Motion abzulehnen.

Bei der Verstromung von Holz in Heizkraftwerken mit konventioneller Technik liessen sich im Mittel nur rund 35% der im Brennstoff Holz enthaltenen Primärenergie in elektrischen Strom umwandeln. Daher sei es sinnvoll, die bei der Stromerzeugung anfallende Abwärme im Sinne einer Kraft-Wärme-Kopplung zu nutzen.

Ein ähnlicher Antrag zum gleichen Thema wurde kürzlich bereits behandelt (2019.RRGR.246).