Bedeutendste Freizeitarena des Kantons unter Druck

Wie bisher kaum einmal, wurde der Luzerner Wald mit der Corona-Krise von der Bevölkerung zur Erholung genutzt. Spazierend, joggend oder bikend waren die Leute unterwegs. Es wurde sichtbar, wie gut der Wald den Menschen tut. Der Wald selbst dagegen leidet stark unter der Klimaveränderung, das wird immer deutlicher.

Waldpflege dient nicht zuletzt auch der Sicherheit der Erholungssuchenden. Foto: WaldSchweiz/Jaquemet

WaldLuzern und der Verband Luzerner Korporationen (VLK) vertreten rund 90 Prozent oder 35'000 Hektaren Luzerner Wald. Die Waldbesitzer kennen längst den Erholungswert ihrer Wälder. Sie stellen den Erholungssuchenden Strassen, Wege und Feuerstellen denn auch gerne zur Verfügung. Doch Waldpflege ist Knochenarbeit. Dafür braucht es schwere Maschinen und Sicherheitsvorkehrungen sind nötig. Dies wird von den Waldbesucherinnen und Waldbesuchern nicht immer verstanden. Waldbesitzer müssen sich deshalb regelmässig Vorwürfe gefallen lassen, der Wald nehme unter dieser Art der Bewirtschaftung Schaden. Es ist jedoch anders: Nicht nur, dass aus dem Rundholzverkauf ein Teil des Aufwandes finanziert wird, die Pflege tut dem Wald vor allem gut. Sie sorgt für stabile Bestände, gibt Zukunftsbäumen Platz und fördert die Biodiversität. Und nicht zuletzt dient das Räumen von Sturmholz oder das Entfernen kranker Bäume auch der Sicherheit des Waldspaziergangs.

Auf die Waldbewirtschaftung hatten die Massnahmen des Bundes zum Schutz gegen die Ausbreitung des Coronavirus keinen direkten Einfluss. Dennoch leidet die Luzerner Waldwirtschaft empfindlich unter der Pandemie. Viele Waldbesitzer bleiben auf dem geernteten Rundholz sitzen, da die Absatzmärkte eingebrochen sind. Die Erlöse decken die Pflegekosten längst nicht mehr. Die Luzerner Waldeigentümer fordern deshalb dringend bessere Verwertungsmöglichkeiten für nicht sägefähiges Rundholz. Dazu gehört eine konsequentere energetische Nutzung von Waldholz.

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