Deutschland: Tool zur Unterstützung der Gemeinden beim Bauen mit Holz

Die Klimabilanz des deutschen Bausektors könnte wesentlich besser ausfallen, wenn viel mehr mit Holz gebaut würde als heute. Die Ruhr-Universität Bochum entwickelt ein Tool für Gemeinden, mit dem diese abschätzen können, wie hoch die Treibhausgaseinsparungen ausfallen, wenn der Holzbauanteil vergrössert wird, wie Lignum auf der Website schreibt.

Symbolbild: Lignum

Es sei es nicht damit getan, auf nationaler Ebene zu beschliessen, mehr auf Holzbau zu setzen, zitiert Lignum Annette Hafner, Professorin am Lehrstuhl für Ressourceneffizientes Bauen an der Ruhr-Universität Bochum (RUB), auf der Verbands-Website. Die Kommunen müssten dieses Vorhaben gemäss Hafner auch umsetzen können. Um die Gemeinden zu unterstützen, entwickle ihr Team gemeinsam mit der Firma Disy Informationssysteme ein Tool, mit dem einzelne Gemeinden abschätzen könnten, wie viel Treibhausgase sie einsparen würden, wenn sie den Anteil der Holzhäuser in ihrem Ort erhöhen würden.

Grundlage ist ein Geoinformationssystem, das einen detaillierten digitalen Plan aller Bauwerke einer Gemeinde liefert, die strassenweise auf ihr Klimaoptimierungspotential untersucht werden können. Dabei wird nicht nur der Gebäudetyp mit einbezogen, zum Beispiel, ob es sich um ein Einfamilienhaus handelt, sondern auch das Alter der Häuser und somit ihr Sanierungsbedarf. Für die Entwicklung des Tools dient die Stadt Menden im Sauerland als Pilot.

Mehr dazu auf der Website von Lignum, Holzwirtschaft Schweiz