Gegen die Verbreitung des Japankäfers im Tessin braucht es dringend Massnahmen

Nach der Entdeckung des ersten Befallsherdes im letzten Sommer im südlichsten Teil des Kantons Tessin wurde festgestellt, dass der Japankäfer schon in mehreren Teilen des Sottoceneri auftritt. Da eine Ausrottung des nicht-heimischen Schädlings bereits nicht mehr aussichtsreich ist, ordnet das Bundesamt für Landwirtschaft nun Massnahmen zur Eindämmung an.

Grosses Bild: Japankäfer auf Weinrebe im Piemont, Fotografin: Cristina Marazzi, KPSD TI Oben links: Japankäfer, der typisches Alarmverhalten zeigt.

Der Japankäfer (Popillia japonica) wurde im Sommer 2014 erstmals in Europa in der Nähe von Mailand entdeckt, schreibt das Bundesamt für Landwirtschaft in einer Mitteilung. Seit 2017 wurde der Schädling entlang der italienischen Grenze in Lockstoff-Fallen wiederkehrend gefangen. Der erste Befallsherd auf Schweizer Boden wurde im Sommer dieses Jahres in einem Weinberg im südwestlichen Teil des Mendrisiotto festgestellt. Seither hat sich herausgestellt, dass der Schädling im Sottoceneri bereits diffus vorkommt.

Der Japankäfer hat in der Schweiz wie auch in allen anderen Ländern Europas den Status eines Quarantäneorganismus und unterliegt deshalb der Melde- und Bekämpfungspflicht. Ist ein Quarantäneorganismus bereits so weit verbreitet, dass er nicht mehr getilgt werden kann, obliegt es nach dem geltenden Pflanzengesundheitsrecht dem Bund, bzw. dem Bundesamt für Landwirtschaft, eine Befallszone auszuscheiden und in dieser Massnahmen zur Verhinderung der weiteren Ausbreitung des Quarantäneschädlings anzuordnen.

Die Verbreitung des Japankäfers geschieht insbesondere mit lebenden Pflanzen, aber bekanntlich auch mit Trägermaterialien, wie Grünabfällen (Schnittgut) und Humuserde. Daher sind strikte Regeln im Umgang mit solchen Waren nötig.

Lesen Sie die ganze Mitteilung des Bundesamtes für Landwirtschaft