Bald Schnelltests für Eschen?

Forscher der Britischen Universität Warwick haben herausgefunden, dass gewisse chemische Verbindungen in den Blättern die Bäume vor dem Eschentriebsterben schützen können.

Britische Eschen leiden besonders: durch das Eschentriebsterben ausgelichtete Baumkronen. Foto: University of Warwick

Gemäss einer in der englischsprachigen Fachzeitschrift «Nature» publizierten Studie haben Wissenschaftler der britischen Universität Warwick herausgefunden, warum einzelne Bäume resistent gegen das Eschentriebsterben sind. Im Zentrum der Forschung stehen dabei sogenannte Secoiridoidglykoside. Das sind natürlich vorkommende chemische Verbindungen in Pflanzenblättern, die als Bitterstoffe unter anderem Schutz vor Insekten bieten. Je geringer ihr Anteil, umso grösser ist die Wahrscheinlichkeit einer Resistenz.

Forscher der Universität Warwick und der Universität Exeter haben Blätter von resistenten Eschen mit solchen verglichen, die anfällig auf die Krankheit reagieren. Dabei ist es den Forscher gelungen, bestimmte Verbindungen zu identifizieren, die als Biomarker für resistente Bäume dienen könnten.

«Unsere Arbeit zeigt, dass die kleinen Moleküle in den Blättern einen ziemlich zuverlässigen Hinweis auf die Resistenz eines Baumes sowie neue Erkenntnisse über mögliche Resistenzmechanismen liefern», erklärt der Hauptautor der Studie, Dr. John Sidda von der School of Life Sciences in Warwick. Es werde nun daran gearbeitet, die Ergebnisse in einer gross angelegten Studie zu validieren.

Lesen Sie den ganzen Artikel, wie er im WALD und HOLZ 12/2020 erschienen ist.

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