Für die Arve wird es eng mit dem Klimawandel

Arven, die 500 Jahre alt werden können, prägen die Lebensgemeinschaft an der oberen Waldgrenze. Doch aufgrund ihrer langen Generationszeit können sie sich wohl nicht schnell genug an den rasanten Klimawandel anpassen.

Lange Generationszeit: Erst mit etwa 40 bis 60 Jahren bildet der Baum weibliche Arvenzapfen. Foto: Felix Gugerli, WSL

Die Arve ist die «Königin» der oberen Waldgrenze – bis zu 500 Jahre alte, knorrige Bäume mit wohlriechendem Holz. Einst säumten Arven die Waldgrenze in weiten Teilen der Alpen. Alpwirtschaft, Wild- und Krankheitsschäden sowie die langjährige Dezimierung des Tannenhähers, der irrtümlich als Arvenschädling bekämpft wurde, liessen ihre Bestände schrumpfen. Grössere zusammenhängende Arvenwälder gibt es in der Schweiz nur noch im Engadin und im Wallis. Nun kommt noch der Klimawandel hinzu. Wird es weiterhin wärmer und trockner, droht die Arve durch schnellwüchsige Konkurrenten aus tieferen Lagen – Fichten, Tannen, Föhren und Laubbäume – verdrängt zu werden.