Beachtliche Schneebruchschäden und schwindende Käferholzmengen

Vom 1. bis 15. März wurde die Schadholzumfrage der Waldwirtschaftsverbände  in der Ostschweiz durchgeführt. Dabei wurden die angefallenen Käfer- und Schadholzmengen der letzten beiden Monate erhoben. Es wurden 181 Forstreviere in den Kantonen St. Gallen, Appenzell, Thurgau, Zürich, Schaffhausen, Aargau und dem Fürstentum Liechtenstein mit der Onlineumfrage bedient. Die Teilnahmequote lag mit 87%. 
 
Die massiven Schneefälle anfangs Februar führten zu beachtlichen Schneebruchschäden. Insgesamt wurden über 70'000 Festmeter Schneebruchholz gemeldet. Am stärksten betroffen sind die Höhenlagen zwischen 400 und 700 Meter über Meer. Die meisten Schäden, mit je 25'000 fm melden die Kantone Aargau und Zürich. Der Kanton Thurgau und der Kanton St. Gallen sind mit jeweils 8'000 fm weniger stark betroffen. Die Schneebruchschäden  entstanden vorwiegend in jungen und schwachen Baumbeständen. Nach Schätzungen der Arbeitsgruppe liegt die Verteilung der Schäden zu je der Hälfte im Laubholz und Nadelholz. Die Mengen an unverkauftem Nadelfrischholz sind in der letzten Periode etwas angestiegen. Grund dafür dürfte die eingeschränkte Abfuhrmöglichkeit aufgrund der hohen Schneemengen und die zusätzlich aufgerüsteten Schneebruchschäden sein.


Beim Käferholz zeichnet sich eine erfreuliche Tendenz ab. Verkaufte wie auch unverkaufte Käferholzmengen nahmen seit der letzten Umfrage im Januar stark ab. Je nach Kanton liegen die Mengen noch bei 3'000 bis 7'000 fm. Unverkauftes Käferholz gibt es noch circa 25'000 fm (-26%). Zudem soll noch rund 25'000 fm in den nächsten 2 Monaten aufgerüstet werden (-53%). Die verkaufte Menge Käferholz lag bei 34'000 fm (-35%). Dementsprechend dürfte die Frischholznachfrage in den nächsten Monaten steigen.
Die Waldböden verfügen zurzeit über genügend Feuchtigkeit. Dies ist eine wichtige Voraussetzung für die Vitalität der Fichten, damit sie für die kommenden Borkenkäferinvasionen gewappnet sind. Nun ist es wichtig, dass alles Brutfähige Material aus den Wäldern geräumt wird, damit die Entwicklung des Borkenkäfers frühzeitig gehemmt werden kann.  Die Waldeigentümer hoffen nun auf einen feuchten Frühling, was die bevorstehende Käferentwicklung stark hemmen könnte.