EU-KOMMISSION GREIFT DIE FORSTWIRTSCHAFT AN

Aus Sicht des Deutschen Forstwirtschaftsrat (DFWR) erfüllt der Entwurf der EU-Waldstrategie nicht die Voraussetzungen für eine ganzheitliche und erfolgreiche Waldstrategie.

Ziehen mit dem fit-for-55-Pakat der EU-Kommission Wolken über die Forstwirtschaft?; Symbolbild von Stefan Stefancik (Pexels)

Am 14. Juli 2021 hat die Europäische Kommission ihr „Fit for 55-Paket“ vorgelegt. Es ist ein Bündel von Energie- und Klimagesetzen mit dem die EU ihre Klimaziele erreichen möchte: 55 Prozent Emissionen bis 2030 einsparen sowie Klimaneutralität bis 2050. Zusätzlich zu diesem Paket aus 12 Gesetzesvorschlägen veröffentlicht die EU-Kommission einen Entwurf für eine neue EU-Waldstrategie. In seiner Pressemitteilung vom 14. Juli 2021 schreibt der DFWR, dass die zukünftige Rolle des Waldes und der Forstwirtschaft in der EU als Teil der Lösung zur Erreichung der Klimaneutralität durch diesen Entwurf jedoch eindeutig abgewertet werde. Es fehle ein ganzheitlicher Ansatz im Sinne des Klimaschutzes, der die Stärkung der Rahmenbedingungen für die Nutzung des nachwachsenden Rohstoffes Holz unter Berücksichtigung weiterer Aspekte wie Ökologie und Soziales im Blick habe. Den Wald isoliert als CO2-Senke zu betrachten und den Schwerpunkt auf Biodiversität zu lenken werde jedoch zu spürbaren Nutzungseinschränkungen und Holzknappheit führen: für den Holzbau und die Energie- und Wärmewende. Die Konsequenzen für die Waldbesitzenden, den ländlichen Raum, aber auch den Bioökonomiestandort Deutschland seien gravierend! So hält Georg Schirmbeck, Präsident des DFWR, fest: „Die Europäische Kommission muss sich vergegenwärtigen, dass die teils widersprüchlichen Gesetzesvorlagen im Paket sowie eine Politik über den Köpfen der Waldbesitzenden großes Schadpotenzial beinhalten. Das bremst den Klimaschutz aus, gefährdet den Zusammenhalt in der EU und untergräbt das Vertrauen in verantwortungsvolle Politik“.

Zur Pressemitteilung des DFWR