Holzdeklaration soll beibehalten bleiben

Der Bundesrat will die heutige Deklarationspflicht für Holzprodukte aufheben. Die Schweizer Waldeigentümer, die Forstunternehmer, die Holzindustrie und der Fachverband des Holzhandels empfehlen deren Beibehaltung. Gleichzeitig bejahen sie die Schaffung einer Schweizer Regelung gegen die Einfuhr von Holz aus illegalen Quellen analog zur europäischen Holzhandelsverordnung (EUTR).

Holzdeklaration sorgt für Transparenz und verhilft zu bewussten Kaufentscheidungen. Foto: WaldSchweiz/ad

Mit der geplanten Einführung einer analogen Regelung zur europäischen Holzhandelsverordnung (EUTR), die die Einfuhr von illegalem Holz in den EU-Raum verbietet, sind für den Bundesrat die Ziele für eine Deklarationspflicht erfüllt. Das geht aus seiner Antwort von Mitte Februar auf eine durch Nationalrätin Daniela Schneeberger (FDP) eingereichte Interpellation hervor. Die verantwortlichen Departemente hätten bereits mit den Arbeiten zur Aufhebung der Deklarationspflicht für Holzprodukte begonnen.

Die Schweizer Waldeigentümer, die Forstunternehmer, die Holzindustrie und der Fachverband des Holzhandels sind damit nicht einverstanden. Die Schweizer Holzwirtschaft produziert viele Produkte des täglichen Bedarfs. In der Schweiz verkauftes Holz stammt jedoch nur teilweise aus dem Schweizer Wald. Verarbeiter und Händler von Holzprodukten sind seit 2012 verpflichtet, bei Rundholz sowie Produkten aus Massivholz die genaue Holzart und die geografische Herkunft zu deklarieren. Der Konsument erhält damit wichtige und absolut notwendige Informationen, um einen bewussten Kaufentscheid zu treffen.

Die unterzeichnenden Verbände sehen darum keinen Anlass zur Abschaffung der heutigen Deklarationspflicht. Gleichzeitig sind sie für eine analoge Regelung der EUTR - eine Art «CHTR». 

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