Sägewerke in der Schweiz sind bis Herbst/Winter mit genügend Holz versorgt

Die Holzmarktkommission Schweiz hat am 25. Juni die aktuelle Situation auf dem Holzmarkt beurteilt. Für die von den Windwürfen betroffenen Waldbesitzer ergaben sich schweizweit grosse Mehraufwände und damit verbunden beträchtliche finanzielle Einbussen. Generell ist die konjunkturelle Lage in der Schweiz weiterhin gut und ermöglicht es der Holzindustrie ihre Kapazitäten auszulasten.

Rundholzlager im Sägewerk, Foto: WaldSchweiz/Bütikofer

Die sehr gute Wirtschaftslage, ein anhaltender Holzbauboom und beste Auftragslage haben dazu geführt, dass sich die Sägereien bereits mit genug Rundholz eingedeckt haben. Mit dem Holz, welches in der Holzschlagsaison 2017/18 bereitgestellt wurde und laufend noch im Wald aufgerüstet wird, sind die meisten Sägereien bis in den Herbst respektive Winter hinein sehr gut versorgt. Die Nachfrage nach frischem Nadelholz ist zurzeit gering oder gar nicht vorhanden. Die angefallene Sturmholzmenge aus Burglind, Friederike, Evi, etc. wurde teilweise massiv unterschätzt.

Das Sturmholz aus den Windwürfen anfangs Jahr ist in höheren Lagen noch nicht vollständig aufgerüstet. Die Aufrüstarbeiten können je nach Region noch die nächsten zwei Monate in Anspruch nehmen. Dabei fallen weitere Mengen Rundholz an.
Ferner muss witterungsbedingt mit einer Vermehrung der Borkenkäfer und dementsprechend mit gewissen Käferholzmengen gerechnet werden.

Zurzeit ist der Markt weder für Käfer- noch für Frischholz aufnahmefähig. Im Sinne einer langfristig guten Zusammenarbeit gilt es nun jedoch gemeinsam diese Situation zu bewältigen und in Einzelfällen nach fairen Lösungen zu suchen. Die Marktpartner einigten sich somit, das Preisniveau stabil zu halten und an den Preisempfehlungen vom Januar 2018 grundsätzlich festzuhalten.

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