Schweizweite Tests der Klimatoleranz von Baumarten

Mit dem Klimawandel geraten viele Baumarten zunehmend unter Trockenstress. Es fragt sich daher, wo sie in Zukunft gedeihen können. Die Eidg. Forschungsanstalt WSL, das Bundesamt für Umwelt BAFU, 20 kantonale Waldämter und viele Forstbetriebe spannen nun zusammen und legen zahlreiche Testpflanzungen an, um die Klimatoleranz von 18 Baumarten zu überprüfen.

Pflanzarbeiten auf einer Versuchsfläche bei Bergün GR. Foto: Peter Brang/WSL

Der Klimawandel wird der Schweiz bis Ende des 21. Jahrhunderts mindestens 3 bis 4 Grad wärmere und trockenere Sommer bescheren. In der Waldbewirtschaftung stellt sich daher die Frage, wie die Baumarten in Zukunft mit dem sich verändernden Klima zurechtkommen werden.

Um diese Frage zu beantworten, haben Forschende damit begonnen, 57 Versuchspflanzungen anzulegen. Dabei werden 18 Baumarten unter unterschiedlichen Umweltbedingungen gepflanzt, beispielsweise in verschiedenen Höhenlagen und in unterschiedlichen Klimaregionen. Daher sind die Testpflanzungen über die ganze Schweiz verteilt. Ziel ist herauszufinden, welches Klima jeder Baumart zusagt und wo sie an ihre Grenzen kommt.

Die insgesamt 55’000 Bäumchen wurden seit 2018 in Baumschulen angezogen. Im Herbst 2020 werden die ersten von ihnen auf grossen Waldstücken gepflanzt, auf denen die Bäume, die vorher dort wuchsen, gefällt wurden. Die Pflanzung folgt einem standardisierten Schema, mit kleinen Parzellen pro Herkunft und pro Baumart. In den nächsten 30 bis 50 Jahren wird der Zustand der Pflanzungen regelmässig untersucht: Wie gut die Bäume wachsen, ob sie überleben und welche Schäden auftreten.

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