St. Gallen: Teilausstieg aus der FSC-Waldbewirtschaftung

Im Herbst läuft das aktuelle FSC-Zertifikat der Ostschweiz aus und muss erneuert werden. Aus den Erkenntnissen der vergangenen Jahre hat sich Wald St.Gallen & Liechtensttein entschieden, einen ersten Teilausstieg aus der FSC-Zertifizierung zu machen und die Kleinprivatwaldungen aus dem System zu entlassen. Die öffentlichen Waldeigentümer verbleiben im System und werden das noch benötigte FSC-Holz in die holzverarbeitenden Betriebe in der Ostschweiz liefern. Unter Umständen kann in den nächsten Jahren der Totalausstieg aus der Zertifizierung angegangen werden.

Jungwaldflächen von Privatwaldbesitzern werden weiterhin nachhaltig und naturnah gepflegt. Foto: zvg

Die eingebrochene Nachfrage nach FSC-Holz sowie die steigenden Kosten und Anforderungen haben zu diesem Schritt geführt. Seit 2003 sind in der Ostschweiz 95 Prozent der Waldfläche FSC zertifiziert. 2015 schlossen sich die kantonalen Verbände Thurgau, St.Gallen, Appenzell und das Fürstentum Liechtenstein zur Waldzertifizierungsgruppe Ostschweiz (WZGO) zusammen, um den mit der FSC-Zertifizierung  verbundenen steigenden Kosten und zunehmenden Vorschriften entgegenzuwirken.

Eine Analyse anhand einer Kundenumfrage in der Ostschweiz hat ergeben, dass nur noch eine Handvoll Betriebe überhaupt das FSC-Zertifikat besitzen und nur noch drei Betriebe zwingend auf FSC Holz angewiesen sind. Die ausländischen Kunden verfügen heute über genügend FSC-Holz in näherer Umgebung und müssen keine FSC-Holzkäufe in der Schweiz mehr tätigen.

Die Ostschweizer Waldeigentümer setzen vermehrt auf das Label Schweizer Holz. Denn die Schweiz hat ein strenges Waldgesetz und setzt dieses Konsequent um. Darum ist Schweizer Holz nachhaltig.

Medienmitteilung Wald St. Gallen & Lichtenstein