2. Februar 2026 – Lesezeit: 5 Minuten
Medienmitteilung

Gute Marktlage: fortwährende Nachfrage nach Schweizer Rohholz

Am 26. Januar 2026 traf sich die Holzmarktkommission, bestehend aus Holzlieferanten und Holzabnehmern, ein erstes Mal in neu konstituierter Zusammensetzung. Nebst aktuellen Themen rund um Wald und Holz diskutierte die Kommission die Marktlage für Schweizer Rohholz. Dabei wurde eine nach wie vor hohe Nachfrage der Schweizer Sägewerke nach Rundholz festgehalten. Für die Waldeigentümerinnen und -eigentümer eine gute Situation.

von Benno Schmid

Bereichleiter

Am Montag, 26. Januar 2026 hat sich die neue Holzmarktkommission (HMK) an einer 
Sitzung in Solothurn offiziell konstituiert. Dieses nationale Gremium, das sich paritätisch 
aus Vertretern der Holzlieferanten- und der Holzabnehmerseite zusammensetzt (siehe 
Kasten unten), wird sich künftig auf der Basis des neuen Gesetzesartikels im Waldgesetz (Art. 41b WaG) mindestens zwei Mal pro Jahr treffen und über den Holzmarkt sowie über weitere ausgewählte Themen aus dem Bereich Wald und Holz austauschen. Die beiden Verbände WaldSchweiz und Holzindustrie Schweiz (HIS) fungieren als Träger der neuen HMK; mit der erwähnten Änderung des WaG wird die parlamentarische Initiative «Preisempfehlungen auch für Holz aus Schweizer Wäldern» in die Tat umgesetzt. Mit der revidierten gesetzlichen Grundlage besteht die Möglichkeit, Richtpreise für Schweizer Rohholz zu publizieren. An der ersten Sitzung der HMK standen neben den Gesprächen zum Holzmarkt die im Dezember 2025 durch den Bundesrat verabschiedete Integrale Wald- und Holzstrategie (IWHS) – und dabei vor allem die Mobilisierung einer zusätzlichen Million Kubikmeter Rohholz – zur Diskussion.

Gute Auftragslage bei Sägereien  

Die HMK führte an der Sitzung Gespräche über die aktuelle Lage am Holzmarkt. 
Grundlage dafür bildeten zwei Umfragen bei den jeweiligen Marktakteuren sowie die 
Holzpreisstatistik von WaldSchweiz, erhoben durch Agristat. Die Erkenntnisse können 
folgendermassen zusammengefasst werden.  

Die Auftragslage in der Bauwirtschaft wird mehrheitlich als gut bis sehr gut 
eingeschätzt. Besonders der Holzbau weist eine hohe und stabile Auslastung auf; 
zahlreiche Zimmerei- und Holzbaubetriebe verfügen über gut gefüllte Auftragsbücher.
In den kommenden Monaten wird mehrheitlich mit einer stabilen Auslastung der 
Holzindustriebetriebe gerechnet.  

Insgesamt wird die Nachfrage nach Schweizer Schnittholz stabil bis steigend 
eingeschätzt. Entsprechend ist der Schnittholz-Lagerbestand passend bis eher tief. Bei 
grossen Sägereien und industriellen Betrieben ist die Auftragslage gut bis sehr gut;  
traditionelle und kleinere Sägereien bewerten die Situation eher als mittel bis gut. Die 
Nachfrage nach Rundholz, generell bei Nadelholz und insbesondere bei Fichte/Tanne, 
ist hoch und übersteigt teilweise das Angebot. Fast die Hälfte der befragten Sägereien 
(44%) melden einen tiefen Rundholz-Lagerbestand. Diese Situation wird sich in den 
kommenden Monaten bis zum Sommer 2026 kaum verändern, da wenig geschlagenes 
Holz im Wald vorhanden ist. Der seit Juli vergangenen Jahres statistisch beobachtbare 
Trend bei den Holzpreisen wird sich bei dieser Marktlage voraussichtlich fortsetzen. 
Vorbehalten bleiben gröbere ausserordentliche Marktverschiebungen, was das Angebot 
angeht.  

Die Nachfrage und die Preise bei Industrieholz sind stabil bis zurückgehend. Die 
Preisdifferenz zu Energieholz ist aktuell oft so gering, sodass potenzielles Industrieholz 
zum Teil direkt als Energieholz verwertet wird. Beim Energieholz ist die Nachfrage 
saisonbedingt gross und die Preise sind angestiegen. Bei Nadelstammholz ist die 
Nachfrage stabil bis steigend. Insbesondere Lärche ist stark nachgefragt, was zu einem 
Preisanstieg geführt hat. Laubstammholz (vorab Buche) spielt auf dem Holzmarkt eine 
eher untergeordnete Rolle. Die Nachfrage ist entsprechend schwach bis leicht 
rückgängig – Ausnahmen bleiben Esche und gute Eichen-Qualität, wo eine steigende 
Nachfrage festgestellt werden kann. 

Steigende Preistendenz entsprechend der Nachfrage  

Aufgrund der Volatilität des Holzmarkts und der grossen regionalen Unterschiede 
beschränkt sich die HMK auf die Festlegung von Preistendenzen für spezifische 
Leitsortimente (siehe nachfolgende Tabelle). Auf konkrete Richtpreise wird an dieser 
ersten Sitzung ausdrücklich verzichtet. Aus den Statistikdaten ist ersichtlich, dass die 
Holzpreise in den Leitsortimenten für Nadelholz seit Juli 2025 eine steigende Tendenz 
aufweisen, insbesondere bei Langholz. Die festgestellte Preissteigerungstendenz ist 
Abbild einer fortwährend hohen Nachfrage nach Schweizer Rohholz. Die Nachfrage und 
der Preis für Buchenstammholz entwickeln sich hingegen schwach bis leicht rückgängig. Beim Laubholz zeigen einzig Esche und gute Eichenqualitäten eine robuste Nachfrage. Die Prognose bis Sommer 2026 zeigt, dass Rohholz, das auf den Rundholzmarkt kommt, von den Sägereien zu wettbewerbsgerechten Preisen übernommen werden kann. Die HMK spricht von einer insgesamt guten Marktlage, was die Nachfrage nach Schweizer Rohholz (Schnittholz) angeht, was für eine Ausweitung der Mengen spricht.              

 

Kontakt Benno Schmid
Leiter Kommunikation und Politik, WaldSchweiz  
+41 32 625 88 71
benno.schmid@waldschweiz.ch  

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