26. Juni 2026 – Lesezeit: 5 Minuten
Medienmitteilung

Wald gerät politisch zunehmend unter Druck

WaldSchweiz, der Verband der Waldeigentümer, führte seine diesjährige Delegiertenversammlung in Bramois (VS) durch. In seinem Jahresrückblick stellte der Präsident, Ständerat Daniel Fässler, fest, dass der Wald zunehmend politisch unter Druck gerät. Als Ersatz für den zurückgetretenen Felix Lüscher wurde Matthias Kläy in den Zentralvorstand gewählt.

von Benno Schmid

Bereichleiter

Deutlich wurde der Druck auf den Wald im vergangenen Jahr vor allem bei den Sparplänen des Bundes und bei der Motion zum Rodungsersatz. «Dank grossen Anstrengungen und der Unterstützung einer breiten politischen Allianz konnte der drohende Teilrückzug des Bundes aus seiner Verantwortung weitgehend abgewendet werden», bilanzierte Ständerat Daniel Fässler (AI), Präsident von WaldSchweiz, an der Delegiertenversammlung in Bramois (VS).

Schaden in Grenzen gehalten 
Das im Jahr 2025 vom Bundesrat vorgeschlagene Entlastungspaket 27 (EP 27) hatte zum Ziel, den Finanzhaushalt des Bundes wieder ins Lot zu bringen. Mit dem im Frühjahr 2026 durch das Eidgenössische Parlament verabschiedeten EP 27 konnte dieses Ziel ohne grösseren Schaden für die Waldbranche erreicht werden. So wurden bei der forstlichen Ausbildung, welche für die Arbeitssicherheit von grosser Wichtigkeit ist, wesentliche finanzielle Mittel gesichert. Auch eine völlige Streichung im Waldgesetz konnte verhindert werden. Bei den Programmvereinbarungen zwischen Bund und Kantonen zur Umsetzung der Waldpolitik waren es anstelle von zehn nur deren zwei Prozent, die eingespart werden müssen. Verloren gingen jedoch Gelder, welche bisher die Einsätze von Zivildienstleistenden im Wald etwa für die Bekämpfung von Neophyten sichergestellt hatten. 

Flexible Lösung beim Rodungsersatz 
Die von National- und Ständerat angenommene Motion «Mehr Flexibilität beim 
Rodungsersatz» von Ständerat Benedikt Würth (SG) verlangt, dass der Rodungsersatz – 
abgesehen von temporären Waldrodungen – künftig zu wesentlichen Teilen qualitativ 
erfolgen kann. Begründet wird das Ansinnen damit, dass die Waldfläche in der Schweiz 
zunimmt und nicht mehr bedroht ist. WaldSchweiz hat sich bisher ohne Erfolg dagegen 
ausgesprochen, steht doch der Wald aufgrund von zusätzlichen Infrastrukturbauten im 
Mobilitäts- und Energiebereich unter einem erhöhten Nutzungsdruck. «Immerhin wird der Bund nun zuerst prüfen, ob effektiv ein Handlungsbedarf besteht, oder ob das geltende Recht die gewünschte Flexibilität bereits ermöglicht», stellte Präsident Daniel Fässler fest. Dass diese Arbeiten unter Einbezug wichtiger Akteure wie WaldSchweiz als Verband der Waldeigentümer erfolgen, werde daher zustimmend zur Kenntnis genommen. 

Verbandsjahr 2025: erfolgreiche Forstmesse  
Beim Rückblick auf das letzte Verbandsjahr war an der Delegiertenversammlung im Wallis auch die traditionelle internationale Forstmesse in Luzern ein Thema. Diese Messe bietet WaldSchweiz jeweils eine gute Möglichkeit, auf seine vielfältigen Dienstleistungen 
hinzuweisen. Im Bereich der Publikationen wurde eine neue Informationsbroschüre über den Wald  sowie ein Merkblatt Trinkwasser veröffentlicht, welche sich der Sache des Waldes und der Inwertsetzung von Ökosystemleistungen annimmt. Auch konnte im Jahr 2025 der neue Webshop in Betrieb genommen werden, mit dem der WaldShop noch attraktiver wird. 

Ersatzwahl im Zentralvorstand 
Nach 13 Jahren trat Felix Lüscher aus dem Zentralvorstand zurück. Als inzwischen 
pensionierter Bereichsleiter Wald der Oberallmeindkorporation Schwyz (SZ) brachte er 
wertvolle Aspekte aus der Forstpraxis ein. Zu seinem Nachfolger wählten die Delegierten 
Matthias Kläy. Der 54-jährige Umweltnaturwissenschaftler ETH ist seit 2018 Leiter des 
Forstbetriebs Region Zofingen (AG).


Kontakt Benno Schmid
Leiter Kommunikation und Politik, WaldSchweiz  
+41 32 625 88 71
benno.schmid@waldschweiz.ch  

Teilen

Medienmitteilung
26. Juni 2026 - Lesezeit: 5 Minuten

Medienmitteilung