Holzlabel
Zum Schutz der Wälder – insbesondere in den Tropen – sind in den neunziger Jahren die ersten forstlichen Labels entstanden. Heute dominieren weltweit zwei Labels den Markt: FSC und PEFC. In der Schweiz hat sich daneben das Label Schweizer Holz etabliert.
Wieso soll ich Schweizer Holz kaufen?
Die Schweiz hat eines der strengsten Waldgesetz der Welt. Der Wald ist in seiner Fläche durch ein Rodungsverbot geschützt. Mit dem Kauf von Produkten aus Schweizer Holz ist also garantiert, dass das Holz aus naturnaher Waldbewirtschaftung und nicht aus Abholzung oder Plantagenwirtschaft stammt. Ausserdem werden die Menschenrechte eingehalten. Die Kantone setzen den Hiebsatz fest, also diejenige Holzmenge die nachhaltig geerntet werden kann. So wird über die Zeit nur so viel genutzt, wie auch wieder nachwächst. Ausserdem ist jeder Holzschlag bewilligungspflichtig. Dazu kommt, dass Kahlschlagwirtschaft sowie der Einsatz von Pestiziden und Dünger im Schweizer Wald verboten sind.
Damit der Schweizer Wald die vielfältigen Ansprüche der Gesellschaft langfristig erfüllen kann, muss er gepflegt werden. Für die Finanzierung der Pflege sind die Erlöse aus dem Holzverkauf unverzichtbar. Mit dem Kauf von Produkten aus Holz aus deiner Region trägst du also dazu bei, dass der Wald nachhaltig bewirtschaftet werden kann. Die regionale Wertschöpfung wird gestärkt und Arbeitsplätze erhalten, was besonders in Berg- und ländlichen Gebieten äusserst wichtig ist. Ausserdem können durch das Verwenden von Holzprodukten energieintensive Materialien wie Erdöl, Stahl oder Beton ersetzt werden. Die kurzen Transportwege von regionalen Holzprodukten sind ein weiteres Plus.
Die Nutzung des nachwachsenden Rohstoff Holz kann also nicht nur zur Stärkung regionaler Wertschöpfungsketten beitragen, sondern hat eine positive Wirkung aufs Klima und hilft mit, die Schweizer Wälder gesund und gepflegt zu halten.
Verbände
Lignum Holzwirtschaft Schweiz
Holzindustrie Schweiz (HIS)
Holzenergie Schweiz
Label Schweizer Holz
Das Label Schweizer Holz wird von der Lignum, der Dachorganisation der Schweizer Wald- und Holzwirtschaft, vergeben. Schweizer Holz bezeichnet Holz aus heimischen Wäldern und Holzprodukte aus mindestens 80% Schweizer Holz. Auch Holz aus dem Fürstentum Liechtenstein darf das Label tragen. Schweizer Holz garantiert die Produktion nach strenger Schweizer Gesetzgebung.
PEFC
Das PEFC-Label (Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes) hat seinen Ursprung in Europa und ist von Kreisen der Holzwirtschaft 1999 initiiert worden. Es ist ein freiwilliges Kennzeichnungssystem, gestützt auf den Konsens mit den wesentlichen Interessengruppen, die den Gedanken einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung auf nationalem und regionalem Niveau verfolgen. Es steht für eine ökonomisch sinnvolle, umweltfreundliche und sozial verträgliche Nutzung des Waldes entsprechend den Helsinki-Kriterien (Resolution der Ministerkonferenz zum Schutz der Wälder in Europa). PEFC ist ein wichtiges Zertifikat im internationalen Holzhandel und heute das gängigste Wald-Label; mit 33 nationalen Organisationen ist es äusserst bedeutend für die Waldzertifizierung und hat global die grösste zertifizierte Waldfläche auszuweisen.
FSC
FSC (Forest Stewardship Council) fördert seit der Gründung 1993 eine umweltfreundliche, sozial verträgliche und ökonomisch tragfähige Waldbewirtschaftung. Die Organisation basiert auf einem 3-Kammer-System, das die Umwelt-, Wirtschafts- und Sozialinteressen gleichermassen berücksichtigt. FSC ist international tätig und eine unabhängige, gemeinnützige Organisation, welche massgeblich von den Umweltverbänden unterstützt wird.



