Der Wald ist ein Naturraum und kein kontrollierter Park. Deshalb lassen sich nicht alle Gefahren ausschliessen.

Warum?

Der Wald ist ein Naturraum. Herabfallende Äste, umstürzende Bäume oder extreme Wetterereignisse können Risiken mit sich bringen.

Wie verhalten?

Meiden Sie den Wald bei Sturm oder Gewitter und achten Sie auf Ihre Umgebung.

Gesetzliche Grundlage:

Eigenverantwortung gemäss Schweizer Haftungsrecht

Warum Totholz?

Die Waldnutzung ist in einem stetigen Wandel. Noch vor hundert Jahren wurde an manchen Orten praktisch jedes Zweiglein und Blättchen genutzt. Zum Beispiel als Bettlaub in Matratzen oder als Einstreu in den Ställen. Ausserdem war Holz als Brennstoff vor dem Aufkommen der fossilen Energieträger unverzichtbar. Das hat regional zu einem grossen Nährstoffentzug aus den Wäldern geführt.

Heute sind diese historische Waldnutzungen kaum mehr von Bedeutung und es wird bewusst ein Teil des sogenannten Schlagabraums nach Holzschlägen im Wald belassen. So kann ein Teil des Holzes im Wald vermodern und die Nährstoffe werden wieder in den Waldkreislauf abgegeben. Es ist verständlich, dass gerade ältere Personen, die vielleicht selbst noch Bettlaub gesammelt haben, den Wald heute als unaufgeräumt empfinden. Die Akzeptanz von Totholz im Wald hat jedoch in der Gesamtbevölkerung in den letzten Jahrzehnten zugenommen.

Das flächige Aufräumen aller Äste nach Holzschlägen ist aufwendig und kommt eigentlich nur in Regionen mit erhöhter Waldbrandgefahr in Frage - beispielsweise in Föhntälern oder an südexponierten Lagen. Dickere liegende Bäume, sind in der Regel kein grosses Risiko, da diese häufig eine Restfeuchtigkeit haben und somit schlecht brennbar sind.

Schlussendlich werden bewusst nicht nur Asthaufen, sondern auch ganze Bäume im Wald belassen. Gerade dicke, abgestorbene Bäume bieten Lebensraum und Nahrung für Pilze, Insekten, oder Vögel. So wird beispielsweise das gezielte Stehen- und Liegenlassen von mehreren toten Bäumen in einer sogenannten Altholzinsel von Bund und Kanton finanziell gefördert. Die Unordnung im Wald oder besser gesagt Strukturvielfalt hilft somit nicht nur der Artenvielfalt, sondern sorgt für ein intaktes und gesundes Ökosystem Wald.

BAFU
Förderung von Alt- und Totholz
Biodiversität im Wald

WSL
Historische Waldnutzung
Totholz FAQ

Waldwissen
Nährstoffkreislauf im Wald
Totholz im Wald - Entstehung, Bedeutung und Förderung

Wir sind als Gast willkommen.  Als Waldbesucherinnen und -besucher sind wir im Wald willkommen, je nach Ort und Zeit gelten aber zweckmdssige Bestimmungen zum Beispiel beziiglich Naturschutz und Waldbrandgefahr. Wir befolgen sie. ©Max Spring
Wir geniessen die Ruhe und Langsamkeit.  Im Wald gilt ein generelles Fahrverbot fiir Motorfahrzeuge. Fiir Fahrrdder und Pferde gelten je nach Kanton unter- schiedliche Bestimmungen. Wir halten uns daran. ©Max Spring
Wir bleiben auf den Wegen.  Der Wald ist Lebensraum von Pflanzen und Tieren. Um diese nicht zu storen, nutzen wir die bestehenden Wege. ©Max Spring
Wir beschädigen und hinterlassen nichts.  Der Wald mitsamt Bänken und anderen Einrichtungen ist fremdes Eigentum. Wir hinterlassen keinen Abfall und beschädigen nichts. ©Max Spring
Wir fragen nach, bevor wir etwas installieren. Grundsätzlich dürfen im  Wald keine Bauten errichtet werden. Hütten, Ast-Sofas, Schanzen, Kurven und andere bleibende Einrichtungen dürfen nur mit Erlaubnis erstellt werden. Wir kontaktieren  den Förster / die Försterin und die Waldeigentümerschaft. ©Max Spring
Wir achten auf die Forstarbeit. Waldpflege und -bewirtschaftung können Gefahren für Profis und Waldbesuchende bergen. Wir halten uns zwingend an Anwei- sungen und Absperrungen — auch am Wochenende. ©Max Spring
Wir sind uns der Gefahren in der Natur bewusst. Der Wald ist lebendige  Natur. Wir hüten uns eigenverantwortlich vor möglichen Gefahren wie herunter- fallenden Ästen und umstürzenden Bäumen. Bei Gewitter und Sturm gehen wir nicht  in den Wald. ©Max Spring
Wir halten Hunde unter Kontrolle.  Die Anwesenheit von Hunden bedeutet Stress und Gefahr für Wildtiere; deshalb gilt während der Brut- und Setzzeit meistenorts die Leinenpflicht. Wir riskieren nichts. Die Leine hilft jederzeit. ©Max Spring
Wir sammeln und pflücken mit Mass. Das Gesetz erlaubt das Sammeln von nicht geschützten Pflanzen, Pilzen und Früchten, aber auch von Asten oder Zapfen im ortstiblichen Umfang. Wir beachten lokale Vorschriften und halten Mass. ©Max Spring
Wir respektieren die Nachtruhe im Wald. Besonders in der Dimmerung und nachts sind viele Tiere auf den Wald als ungestörten Lebensraum angewiesen. Wir bleiben auf den Wegen und vermeiden Lärm und storendes Licht. ©Max Spring
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Knigge

Die AfW hat gemeinsam mit 20 Organisationen einen Knigge mit zehn Tipps für einen respektvollen Waldbesuch erarbeitet.
Mehr Informationen, Flyer, Bilder und Material für Schulklassen finden Sie hier.